Labor

Konventionelle Zytologie

Bei der konventionellen Zytologie handelt es sich um den herkömmlichen Abstrich von Portio/Cervix mit einer Bürste und Spatel, die/der vorsichtig auf einen Objektträger ausgerollt bzw. ausgestrichen wird und unmittelbar in Alkohol fixiert (ca. 20 Minuten) wird.

Bei einem Abstrich von der Vulva ist es effektivsten, wenn ein feuchter (mit Wasser oder besser noch NaCl) Watteträger benutzt wird.

Dünnschichtzytologie

Dünnschichtzytologie (Monolayer Flüssigkeitszytologie) bedeutet, dass, wie auch bei der konventionellen Zytologie, Zellmaterial mit einer Bürste von Cervix/Portio gewonnen wird, dann aber in einem speziellen mit Flüssigkeit gefüllten Töpfchen ausgespült wird. Dieses Zellmaterial wird dann in einem entsprechenden Automaten zytologisch aufbereitete. Der Vorteil bei dieser Methode ist, das das Zellmaterial einschichtig und von typischen, störenden Begleiterscheinung bereinigt worden ist, das wiederum die Beurteilung vereinfacht. Auch können bis zu 6 Wochen nach der Zellgewinnung noch Folgeuntersuchungen (HPV,p16/ki67, L1) veranlasst werden.

HPV–Typisierung

Die genitalen Human–Papillom–Viren (HPV) spielen eine große Rolle bei der Entstehung des Gebärmutterhalskrebses. Sie werden in zwei Gruppen eingeteilt:

High-risk-Typen (Hoch-Risiko-Typen) verursachen die sogenannten Krebsvorstufen (Dysplasien) und Krebs (Karzinome). Folgende weisen wir in Einzeltypisierung durch PCR–Verfahren nach: Typ 16 18 45 31 33 52 58 35 59 56 51 39 68 73 82 53 66 70

Low-risk-Typen (niedrig-Risiko-Typen) verursachen hauptsächlich Genitalwarzen (Kondylome), aber praktisch nie Krebserkrankungen. Die Häufigsten, die wir im PCR–Verfahren nachweisen: Typ 6 11 40 42 43 44

Wir bieten ausschließlich die Einzeltypisierung von high- und low-risk HPV durch PCR-Verfahren an.
Die Krankenkassen übernehmen die Kosten bei vorherigem auffälligem Abstrichergebnis.

L1-Kapsidprotein-Test (cytoactiv)

Mit dem L1-Test (cytoactiv) wird ein spezielles Eiweiß nachgewiesen, das eine Schlüsselrolle bei der Bekämpfung des HPV-Infekts spielt und sich am besten bei einer bereits bestehender leichten oder mäßigen Dysplasie nach weisen lässt.
Ist dieses Protein im Abstrich nachweisbar (L1 positiv), so ist das Immunsystem in Lage sich gegen den die Infektion zu wehren und den Defekt zu reparieren.
Kann das Protein im Abstrich nicht nachgewiesen werden (L1 negativ), so ist das Immunsystem nicht aktiv und die Auffälligkeit im Abstrich kann sich ungehindert weiterentwickeln.

Dieser Test macht eine prognostische Aussage über eine leichte bis mäßige Dysplasie.

cytoactiv L1- Test positiv: Remission bei ca. 86% der Fälle, negativ: Progression bei ca. 97% der Fälle

Für diesen Test benötigen wir einen zusätzlichen Abstrich oder Zellmaterial in einem Dünnschicht-töpfchen. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten bei vorherigem auffälligem Abstrichergebnis.

P16/ki67-Test (CINtec plus)

Der CINtec p16/ki67 Test weist eine onkogene („krebsartige“) Veränderung im Inneren der Zelle nach und gibt Auskunft über eine mögliche Weiterentwicklung der Zelle.
Bei einem positiven p16/ki67 Testergebnis besteht eine onkogene Transformation der Zelle, bei negativen p16/ki67 Testergebnis ist keine onkogene Transformation nachweisbar.

Für diesen Test benötigen wir einen zusätzlichen Abstrich oder Zellmaterial in einem Dünnschichttöpfchen. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten bei vorherigem auffälligem Abstrichergebnis.